Tja, so ist das --- Das Kulturmagazin

Tanzmusik. - Altmodisch? - Aber Nein...
2010/02/28,10:14

Bericht von der Vorstellung eines neuen Konzert-Programmes, welches zu einer Gala-Show der Superlative wurde

Als ich am Samstagabend den Saal betrat, es war eine geschlossene Gesellschaft, traute ich meinen Augen nicht, wie viele Menschen und vor allem Anhänger, Fans, gekommen waren. Gut, sie waren eingeladen worden, so wie ich. Aber das sie trotz der miesen Finanzlage und des meiner Meinung nach hohen Eintrittsgeldes von 50 Euro (Kinder und ALG 2 umsonst) gekommen waren, zeugt davon, wie sehr dieses Spitzenorchester, diese Bigband beliebt ist und, im Nachhinein betrachtet, der Preis absolut gerechtfertigt ist. Vor dem Eingang des Saales warteten mindestens noch 300 Personen, die das neue Programm hören wollten, obwohl sie genau wussten, dass es nur für geladene Gäste und die Presse offen war. Aber die Hoffnung war da, doch noch rein zu dürfen.

Ich spreche nicht von irgendeinem US-Sänger oder US-Filmstar. Ich spreche hier einfach nur über das Spitzenorchester Deutschlands, der Torsten Manoella Band.

Nagut, wer nur die Bildzeitung, Bunte oder Frau im Bild liest und da die Hitlisten runter rasselt, der kennt natürlich nicht die Qualitätsmusik, ganz klar. Die anderen aber, die etwas wachsamer sind, kennen ganz gewiss den besonderen Klang und den spezifischen Sound dieser Bigband, welcher unvergleichbar ist und die Sinne anregt.

Okay, das ausgerechnet ich eine Einladung erhielt, hat damit zu tun, daß ich a) demnächst beim orchestereigenen Chor, den Dimension-Singers, selber mitsingen darf, b) in der Musikschule des Orchesters Musik studiert habe und c) den Sohn des Bandleaders, Marcel Schnakenberg, persönlich kenne und wir gemeinsam auf dieser Musikschule waren – er instrumental, ich zuerst Gitarre, dann Gesang.

 

Als der Vorhang endlich aufging, sah man … eigentlich nichts, außer einer schön beleuchteten Bühne, wo ab und zu einige bunte Lichter aufflammten. Aber dann trudelten plötzlich so nach und nach die Musiker der Bigband ein, die anfingen, ihre Instrumente zu stimmen. Ein kleines, sicher gewolltes, Durcheinander entstand, wo einer auf den anderen einredete. Ich glaube, jeder im Saal hat zu diesem Zeitpunkt gedacht, genauso wie ich: „Oh Mist, das wird nie was!“

Dann kam der Torsten Manoella auf die Bühne und setzte sich zu seinen Keyboards und dem schneeweißen Piano. Ihm folgte der Bandleader Martin Schnakenberg, worauf das Durcheinander auf der Bühne augenblicklich nachließ. Martin gab das Zeichen und...

So einen wunderschönen Auftakt mit „Good Morning, Friends“, einem schnellen Beat-Swing, habe ich noch nie erlebt, obwohl ich doch mehrere Male bei den Übungsstunden dabei gewesen bin. Chor und Orchester waren eine perfekte Einheit. Der Chor kam sogar teilweise instrumental rüber und bildete einen Hintergrund, der alle von den Stühlen riss. Die Regie von Manuel Zava tat ihr übriges dazu, dass die Bühne in immer neuem Glanz erstrahlte und die bunten Laser im Takt der Musik über die Köpfe aller flitzte. Sagenhaft...

Dann kam das Lied „I can't stop lovin' you“, wo zum ersten Mal nach langer Zeit der Marcel Schnakenberg wieder als Solo-Trompeter auftrat. Teilweise begleitet von seinem Vater war dieses schon kurz nach der Eröffnung des Konzertes ein Höhepunkt. Und als er dann drei Lieder später noch das Lied „Il Silenzio“ in einer total neuen Bearbeitung vom Bandleader und Arrangeur Martin Schnakenberg spielte und dieses zusammen mit dem wunderbaren Chor wahrhaftig zur Perfektion brachte, war im Saal die Hölle los. Standing Ovations, und das nach nur fünf Liedern. Der Beifall tobte sogar noch, als das Orchester das nächste Lied „Paloma Blanca“ anspielte.

Und so ging es den ganzen Abend weiter. Mit Oldies wie „A whiter Shade of Pale“, mehreren Beatles-Hits wie „Obladi-Oblada“ oder „Yello Submarine“ oder auch weiteren großen Hits wie Michael Jackson's „Bad“ zeigte das Orchester, was in ihm steckt.


Nach der Pause, die zwar alle nutzten, um das wunderbare kalte Buffet zu testen, aber wo sich die Gespräche nur um das Orchester drehten und deren supertollen Darbietung zusammen mit Chor und Tänzern, ging es zum zweiten Teil.

Ob jetzt südamerikanische Musik wie „Bambolengo“ oder neue Bearbeitungen alter Musik oder sogar Klassik wie „Johann Strauss im Bigbandsound“, wo ein Walzer zum Boogie Woogie gemacht wurde, es war einfach phantastisch. Auch in diesem zweiten Teil: Dieses Orchester, diese Bigband spielte so dermaßen perfekt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es irgendwo etwas besseres geben kann.

Der ganz spezielle „Trumpet Blues“, der allerdings als schneller Swing gespielt wurde, bewies letztlich auch den letzten Ungläubigen im Saal, welch supertolles und perfektes Orchester sie gerade hören. - Wobei ich nicht vergessen darf, dass bei vielen Darbietungen durch das orchestereigene Ballett, in seinen bunten Kostümen, die ganze Sache zu einer perfekt inszenierten Show wurde und somit nicht nur das Gehör, sondern auch das Auge etwas davon hatte.

Kurz gesagt: Ein Erlebnis für die Ohren, die Augen und das gesamte Gefühl. Ich fühlte mich sauwohl, als ich nach dem Konzert nach Hause ging. Und noch im Bett summte ich die Melodien, die ich gehört hatte.

Empfehlung deshalb in der Klasse Premium:

Die Torsten Manoella Bigband & Chor. Besseres gibt es einfach nicht.


Valentinstag-Rosen kommen aus Amerika
2010/02/06,13:11

Gelsenkirchen (ddp). Zum Valentinstag am 14. Februar schenken sich alljährlich viele Verliebte gegenseitig Blumen. «Die langstielige rote Rose ist nach wie vor der Renner», sagt Nicola Fink vom Fachverband deutscher Floristen in Gelsenkirchen. In den Wintermonaten werde die Edelblume hauptsächlich aus Südamerika importiert: «Die großen Farmen liegen in Kolumbien und Ecuador.»

Siehe Artikel in den Yahoo-News

Da frage ich mich, was dieser Quatsch soll. Ich schenke meiner Mutter dann Blumen, wenn mir danach ist. Und dass das ganze Jahr über. Da brauche ich keinen Valentinstag, der nur erfunden wurde, um Geschäfte zu machen.

Außerdem: Warum Rosen aus Südamerika? Die enormen Transportkosten und die Verschwendung an natürlichen Ressourcen, nur um seiner Geliebten oder seinem Geliebten Rosen zu schenken, die sowieso bald verwelken. Warum können es keine Blumen sein, die bei uns in der Nähe wachsen? Ich habe zum Beispiel meiner Mutter letztes Jahr einen kleinen Strauß Schneeglöckchen geschenkt, die ich auf einer Wiese aus dem Schnee gegraben habe. Sie hat sich riesig gefreut.

Die Frau Fink (s.o) sieht es so ähnlich. Sie schreibt:

«Zwar gilt die rote Rose als klassisches Zeichen der Liebe, Bewunderung und Verehrung, aber auch andere Blumen haben eine ähnliche Bedeutung», sagt die Fachfrau. Eine Margerite deute beispielsweise Flirtbereitschaft an, während die Levkoje ewige Liebe verspreche. Die Cosmea sei ein Symbol für zärtliche Sehnsucht. Neben roten Rosen stünden außerdem auch rote Nelken für reine, tiefe Liebe. Ein verschenkter Strauß Tulpen könne ebenfalls als Liebeserklärung gelten.

Und ich sage dazu: Die Kultur wird schon nicht untergehen, wenn wir keine Rosen aus Südamerika mehr verschenken. Aber die Natur muß darunter leiden, eben wegen den zusätzlichen Transporten. Ist es denn so schlimm, mal wieder kreativ zu werden und mal eine Papierrose selber bastelt? Ich denke, wenn der Beschenkte den wahren Wert darin sehen kann, ist so ein Geschenk ungleich wertvoller.

Kultur gestern - Kultur heute
2010/02/03,23:50

Kultur gestern:

Ich ging durch die Straßen und traf einen Freund. "Wohin gehst Du?" fragte ich. "Ins Kino. Da läuft ein toller Film", sagte er. Dann traf ich einen weiteren Bekannten. "Wohin gehst Du heute abend?" fragte ich. "Natürlich in die Disco. Was denkst du denn. Heute haben die echt voll Power mit der neuen Anlage!" - Achso, dachte ich. Dann traf ich die Eltern meines Freundes. "Wohin geht ihr heute?" fragte ich. "Oh, wir gehen heute in die Oper. Und anschließend gehen wir Tanzen ins Odeon. Da spielt heute das weltberühmte Tanzorchester, die Sunshine-Band". - Oh, sagte ich nur.

Kultur heute:

Ich gehe durch die Straßen und treffe einen Freund. "Wohin gehst Du?" frage ich ihn. "In die Kneipe. Grad noch Geld für'n Bier", sagt er mir und haut gleich wieder ab. Dann treffe ich meine Bekannten. "Wohin geht ihr?" frage ich. "Nur spazieren. Bisschen frische Luft schnappen, verstehste?" Und weg sind sie. Ich wage es garnicht mehr zu fragen, als mir die Eltern meines Freundes entgegen kommen. Trotzdem frage ich sie: "Wohin geht ihr?" - Sie schauen mich entsetzt an: "Wohin sollten wir schon gehen?! Du weißt ja, dass wir auf Hartz IV sind. Da haben wir für anderes kein Geld mehr!"

Ich bin erschüttert und laufe zum Schauspielhaus. Dort steht ein Schild "Geschlossen". Aber ein alter ehemaliger Kassierer, der auf der Ein-Euro-Basis noch das Haus bewacht, ist noch da. "Was ist hier los?" frage ich ihn. "Garnichts mehr", sagt er. "Das Haus wird demnächst abgerissen. Keiner hat mehr Geld dazu. Die Gemeinde nicht und die vielen Menschen, die früher kamen, auch nicht. Jetzt gehört das Gelände einem Investor. Der baut hier bald einen neuen funkelnden Verkaufspalast, überall mit Glas und viel Licht." - "Moment", sage ich, "und wer soll da einkaufen?" Der alte Mann lächelt mich an. "Na die, die noch Geld haben, Du Dummerchen. Die Reichen natürlich!!" - Mir wird schwindelig. "Und was ist mit der Kultur?"

Diese Antwort ist er mir bis heute schuldig geblieben...

 

Das war eine fiktive Geschichte, die ich als 15-jähriger nie so hätte schreiben können, wenn ich nicht auch sehen und fiktive Gedanken haben würde.

 

Herzlich willkommen im Reich der Kultur
2010/02/02,23:12

Dieses Blog möchte Ihnen ab und zu mal einige Informationen aus der großen Welt der Kultur bringen. Und diese ist riesengroß...

Tja, deshalb werde ich mich hier auf die größten Bereiche beschränken. Für Sie aber kann es noch sehr interessant werden, weil Sie noch nicht wissen, welche Bereiche ich mir ausgesucht habe.

Also lassen Sie sich doch überraschen. Zum Wundern ist immer noch Zeit genug.

 

Ihr Brano

 

 

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